SV Zeitlarn findet im zweiten Anlauf neue Vorstandschaft

(v.l.n.r. 1. Vorstand Alois Bucher, Kassier Georg Schröpfer, Schriftführerein Johanns Pecs, 2. Vorstand Stephan Stang, Beisitzer Hermann Meller)

Alois Bucher übernimmt die Führung des Vereins. Im nächsten Jahr soll das 80-jährige Gründungsfest gefeiert werden – STEPHAN NEU, MZ.

Eigentlich hätte im November bei der turnusmäßigen Jahreshauptversammlung alles so einfach gehen können. Die Kandidaten der neuen Vorstandschaft werden vorgeschlagen, gewählt und nehmen das Amt an. Nicht so beim SV Zeitlarn, damals wollte kein Mitglied die Verantwortung für ein Amt an der Spitze des Vereins übernehmen. Die Versammlung musste abgebrochen werden.  Um weiter geschäftsfähig zu sein, übernahm der bisherige Vorsitzende Stephan Stang, der frühzeitig angekündigt hatte, nicht mehr zur Verfügung zu stehen, kommissarisch die Amtsgeschäfte. Ein Gremium aus 1. und 2. Bürgermeister mit Teilen der alten Vorstandschaft wurde gebildet, um neue Kandidaten für die Vereinsführung zu finden. Derzeit sind fast 800 Mitglieder in acht Abteilungen im Verein aktiv. Bei der erneuten Versammlung konnte nun eine schlagkräftige Mannschaft um den 2. Bürgermeister Alois Bucher gebildet werden.  Stephan Stang lobte die Vereinswirte Frieda und Hans Kötterl, die mit ihrem außergewöhnlichen Einsatz die Geselligkeit und den Zusammenhalt im Verein aufrechterhalten. Stephan Stang verlas für Franz Paukner den Kassenbericht. Finanziell ist der Verein gut aufgestellt, wie der Bericht zeigte.

Nachdem die alte Vorstandschaft entlastet war, bildete man um Bürgermeister Franz Kröninger einen Wahlausschuss. Das Gremium hatte gute Arbeit geleistet. Ohne Verzögerungen oder Diskussionen wurden Alois Bucher zum Vorsitzenden, Stephan Stang zu dessen Stellvertreter, Georg Schröpfer zum Kassier und Johanna Pecs zur Schriftführerin gewählt. Beisitzer wurden Johann Kröninger und Hermann Meller, Kassenprüfer sind künftig Franz Kröninger und Klaus Sommer.  Bürgermeister Franz Kröninger kritisierte das geringe Interesse der Mitglieder an der erneuten Versammlung. Wenn eine Wahl schon abgebrochen werde und das Bestehen des Vereins auf der Kippe stehe, man 800 Mitglieder in acht Abteilungen habe, dann müsse die neue Vorstandschaft mehr Rückhalt der Mitglieder erfahren, schimpfte der Bürgermeister.

Im Jahr 2011 steht das 80-jährige Gründungsfest an. Das Fest soll im kleinen Rahmen mit Ehrungen am Sportheim durchgeführt werden. Näheres möchte Bucher in einer Sitzung mit den Abteilungsleitern besprechen. Die alte Satzung von 1963 wurde aktualisiert und verschiedene Änderungen den Mitgliedern vorgestellt und beschlossen. So wurden die Geburtstagsbesuche neu geregelt. Künftig werden Geburtstagskinder nicht mehr ab dem 60. Lebensjahr, sondern erst ab dem 70., dann ab dem 75., 80. Geburtstag usw. besucht. Außer der Verein werde explizit eingeladen, dann kommt eine Abordnung auch früher gerne vorbei.

Interview von Alois Bucher – Aufgaben auf mehr Schultern verteilen
Alois Bucher ist der neue Vorsitzende des SV Zeitlarn. Er ist 62 Jahre alt, in Regenstauf geboren, verheiratet, hat fünf Kinder und ist von Beruf Landwirt. Seit 1951 lebt Bucher in Zeitlarn und gehört seit 50 Jahren dem Sportverein an, davon 20 Jahre als Kassenprüfer. MZ-Mitarbeiter Stephan Neu sprach mit Alois Bucher.

Warum haben Sie sich für die Kandidatur beim Sportverein, die sicherlich eine weitere Einschränkung ihrer Freizeit bedeutet entschieden?
Alois Bucher: Mir liegt der Sportverein am Herzen. In der Zeit, als man auf der Suche nach einer Vorstandschaft war, wurde mir sofort klar, dass ich dem Verein helfen möchte, weiter zu existieren.

Welche Ziele haben Sie sich für Ihr Engagement gesetzt?
Ich möchte die verschiedenen Abteilungen weiterhin voran bringen, wie es mein Vorgänger Stephan Stang seit Jahren praktiziert hat. Bewährte Dinge sollen beibehalten bleiben, es wird aber auch kleine Änderungen geben.

Was werden Sie als neuer Vorsitzender zuerst in Angriff nehmen?
Die acht Abteilungen sollen noch mehr zusammen wachsen. Das Sportheim soll wieder der Mittelpunkt werden. Weiterhin möchte ich die verschiedenen Aufgaben auf mehrere Schultern in der Vorstandschaft verteilen.

Sie wurden für zwei Jahre gewählt. Wie schaut es danach aus?
Das Amt ist für mich eine Herausforderung. Es muss abgewartet werden, wie sich alles entwickelt und die Gesundheit es zu lässt, an der Spitze des Vereins zu stehen, wobei ich mir ein längerfristiges Engagement vorstellen kann.

Wie schaut es mit dem Nachwuchs im Verein aus?
Für mich ist die Jugend besonders wichtig, fast die Hälfte der Mitglieder ist unter 18 Jahre alt. Hier sind wir sehr gut aufgestellt, trotzdem möchte ich ein Hauptaugenmerk auf die Förderung der Jugendlichen legen.

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